Studor in Bohinj

Highlights of the Juliana Trail by stage – Nature

Juliana Trail Highlights

ODE AN DAS LEBEN

 

Der Sonnenaufgang auf dem Aussichtskamm, der Tanz der Schmetterlinge auf den wildblühenden Wiesen, der Vogelgesang in den tiefen Buchen- und Fichtenwäldern, das Spiel der Wolken an den Nordwänden, ein erfrischender Sommerschauer, der Morgentau auf grünem Moos, die abendliche Weide des Wildes, die kristallklaren Kolken und die durch die Jahrhunderte mit Gefühl aufgebaute, gestaltete und gepflegte Kulturlandschaft.

Die Julischen Alpen sind eine Ode an das Leben. In ihrem Herzen bereits seit 1924 als Nationalpark geschützt. Von der UNESCO seit 2003 als außergewöhnliche Symbiose von Mensch und Natur anerkannt.

Der Fernwanderweg Juliana Trail folgt der Verflechtung von Natur- und Kulturerbe. Der Weg lädt die Besucher zum Erkunden, Bewundern und zur Wertschätzung des Biosphärengebiets Julische Alpen und des Nationalparks Triglav ein. Das Erforschen der Natur und der Kulturlandschaft der Julischen Alpen ist ein außergewöhnliches Erlebnis, doch ist dabei zu berücksichtigen, dass wir Besucher nur Gäste in dieser empfindlichen Umgebung sind, die von den Einheimischen für ihre Nachkommen bewahrt wird.

 

ETTAPE 1: KRANJSKA GORA - MOJSTRANA

Die Etappe führt entlang dem Tal von Sava Dolinka und teilweise auf den Abhängen von Karawanken und verbindet das Winter-/Sommerzentrum Kranjska Gora mit Mojstrana, das am Eingang in den Tal Vrata liegt.
Die mächtige Kulisse der Martuljek-Gipfel erfreut sich in den Julischen Alpen großer Bewunderung und Wertschätzung. Die markante Erscheinung der Berggruppe trug dazu bei, eines der ersten Naturschutzgebiete Sloweniens (1949) auszurufen. Die wilden Felsen des Martuljek stellen dank der relativen Abgeschiedenheit einen bedeutenden Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dar. Auf dem markierten Weg sind die Schlucht und beide Wasserfälle des Baches Martuljek zugänglich. Die wilde, fragile Natur erfordert einen achtsamen Besucher. Das Wandern außerhalb der markierten Wege ist nicht zu empfehlen.

 

Der Alpensteinbock (Capra ibex) ist eine kräftige, stämmige Ziege mit gräulichem Fell. Er lebt im Gebirgsgrasland oberhalb der Waldgrenze, während er im Winter auch bis zur Waldgrenze hinabsteigt. In der Felsenwelt ist er extrem geschickt. Aus dem Stand kann er bis zu 2 m hoch springen und mit Schwung auch bis zu 4 m.


Der Alpensteinbock paart sich erfolgreich mit der heimischen Ziege.

Die Männchen haben lange, säbelartige gebogene Hörner. Wegen der Überzeugung, dass die Hörner des Steinbocks heilende Kräfte besitzen, wurden sie im 16. Jahrhundert fast ausgerottet. Sie konnten nur im Gebiet Gran Paradisa in Italien überleben und so sind alle heutigen Steinböcke in den Alpen Nachkommen dieser Tiere.
Im Gebiet des Nationalparks Triglav begann die Ansiedlung im Jahr 1964 , zuerst im Gebiet des Zadnjica-Tals im Trenta-Tal.

 

Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum)
Foto: Mikuletič, Triglav National Park
Wanderung
27.05.2019
mittel Etappe 1
18,2 km
5:34 h
273 hm
447 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 2: MOJSTRANA - JESENICE

Die Etappe führt aus Mojstrana durch das benachbarte Dovje und unter den Abhängen von Karawanken in die Eisenindustrie-Stadt Jesenice. Im letzten Teil verläuft die entlang dem alten Erzweg.
 Die Karsthochebene Mežakla ist die Abgrenzung zwischen der lebhaften Stadt Jesenice und der einzigartigen Welt des Nationalparks Triglav. Nur einen Katzensprung vom Straßenlärm und städtischen Trubel entfernt ist sie ein Zufluchtsort für viele Tierarten. Die unzugänglichen und steilen Gebiete der Hochebene Mežakla sind Heimat zahlreicher wildlebender Tierarten, die für das Gebiet des Nationalparks typisch sind. Wegen des zuwachsenden Graslands ernährt sich das Wild gerne im Waldgebiet, vor allem mit jungem Bestand. Ein aufmerksamer Besucher wird solche Spuren von Waldbewohnern in so manchem Teil des Fernwanderwegs wahrnehmen können.

 

 Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist ein sehr anpassungsfähiges Tier.   Er lebt in Waldgebieten, in der Nähe von Siedlungen und auch größeren Städten. Er ist sehr geschickt und flink. Meistens ist er nachtaktiv, wenn er auf Beutejagd geht. Er ernährt sich auch von Abfällen und Aas.


Der Rotfuchs jagt Nagetiere mit dem typischen Fuchssprung. Er springt mit Schwung hoch in die Luft und greift bei der Landung mit seinen Vorderpfoten die Beute.

Die meiste Zeit im Jahr verbringt er als Einzelgänger. Den Fuchsbau gräbt er selbst aus oder besetzt einen Dachsbau. Sein Territorium kennzeichnet er mit Duftmarkierungen.

Der Fuchs paart sich ein- bis zweimal pro Jahr, gewöhnlich im Winter. Die Trächtigkeit dauert 52 Tage. Im Frühjahr werden dann 4 bis 8 Jungen geboren, die sich nach ungefähr 4 Monaten selbstständig machen. Das Männchen hilft bei der Aufzucht. Die Lebenserwartung beim Fuchs in der Natur liegt bei durchschnittlich 3 bis 4 Jahren.

 

Clusius-Enzian (Gentiana clusii)
Trumpet gentian (Gentiana clusii)
Foto: Mikuletič, Triglav National Park
Wanderung Rogarjev rovt - meja med občino KG in Jesenice
27.05.2019
mittel Etappe 2
20,6 km
4:30 h
691 hm
784 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 3: JESENICE - BEGUNJE

Die Etappe beginnt in der Eisenindustrie-Stadt Jesenice, führt über Dobravško polje und über Sava Dolinka in die Dörfer unter Stol, wo der Angebot vor allem auf Kultur- und Bienenzuchtprodukten basiert, und endet dann in Begunje.
Die auf der Liste Natura 2000 aufgelisteten Gebieten stellen die Grundlage des Naturschutzes in der Europäischen Union dar. Mehr als ein Drittel Sloweniens (37 %) gehört zum Schutzgebiet Natura 2000. Ein extrem großer Teil dieses Naturschatzes ist vom Aussichtshügel des hl. Petrus zu sehen. Die waldbedeckte Hochebene Jelovica, die Julischen Alpen mit dem Nationalpark Triglav und ein großer Teil der Karawanken sowie die Steiner Alpen. Der Grund für ein solches Ausmaß des Schutzgebiets Natura 2000 ist die jahrelange Anwesenheit des Menschen und seine Liebe zur Natur, die durch die Jahrhunderte hindurch mit der natürlichen Umgebung verbunden ist.

 

Foto: Mikuletič, Triglav National Park
 

Der Siebenschläfer (Glis glis) ist ein nachtaktives Nagetier. Sein Lebensraum sind Buchen- und Eichenwälder. Er ist nachtaktiv, den Tag verschläft er in Erd- und Baumhöhlen Er ernährt sich größtenteils von Bucheckern und Eicheln. In Slowenien ist die Tradition der Jagd auf den Siebenschläfer immer noch sehr lebendig.

Von der Menge an Waldfrüchten hängt auch seine Fruchtbarkeit und die Dauer seines Winterschlafs ab, der von Oktober bis März dauert.   Bei Nahrungsmangel verschläft er auch den Sommer. In den letzten Jahrzehnten erwacht er in Mitteleuropa immer früher aus dem Winterschlaf, was eine Folge des Klimawandels ist.

 

27.05.2019
mittel Etappe 3
16,7 km
4:30 h
464 hm
459 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 4: BEGUNJE - BLED

Eine ebene Etappe verbindet Begunje, den Dorf unter Karawanken, Radovljica, das Kulturzentrum der Julischen Alpen und Bled, als einen der erkenntlichsten Orte am östlichen Rand von Julischen Alpen. Die Etappe verläuft von Begunje, durch Radovljica bis zum Ufer von Bleder See.
 Der Zusammenfluss der beiden Alpenflüsse Sava Dolinka und Sava Bohinjka ist ein beliebter Campingplatz. Dank seiner Lage, der Abgeschiedenheit und dem Reichtum der Wasserwelt ist es ein beliebter Zufluchtsort für zahlreiche Kleintiere.

 

Zwischen zahlreichen Kiefern toben Eichhörnchen, die wassernahe Welt wird von Amphibien und von der ungiftigen Ringelnatter beherrscht. Dank des sauberen Wassers lebt hier die Libelle. Hier kommen auch Vogelliebhaber ganz auf ihre Kosten – Schwäne, Lappentaucher, Eisvögel, Wasseramseln, Meisen und zahlreiche andere Vögel sind im Laufe des Jahres hier zu sehen. Die erfrischende Kälte des Flusses und der Schatten hoher Bäume sind ideal, um dem Vogelgesang zu lauschen und zu genießen.

 

 Der Schwarzspecht (Dryocopus martius) ist der größte unter den Spechten. Er wird bis zu 46 cm groß. Er lebt in fast allen Wäldern, wo er zumindest einige kräftige und alte Bäume finden kann. Das Loch für das Nest schlägt er noch in den gesunden Baum und lässt es einige Jahre ruhen, damit die Höhle sich festigt, erst dann nutzt er sie als Nest.

Der Schwarzspecht kennt mehrere Formen der akustischen Kommunikation. So ruft er auf besondere Art, wenn er mitteilten möchte, dass er sich in seinem Nest befindet, oder wenn es Zeit für die Paarung oder Flucht ist oder bei drohender Gefahr. Er ernährt sich von Insekten, die er in abgestorbenen Baumstämmen findet. Seine Lieblingsnahrung sind Ameisen.

 

Foto: Mikuletič, Triglav National Park
Foto: Mikuletič, Triglav National Park
27.05.2019
leicht Etappe 4
15,1 km
3:40 h
95 hm
159 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 5: BEGUNJE - BLED

Die Etappe beginnt am Bleder See, verläuft durch Gorje, Pokljuka-Klamm und führt mit einigen steilen Aufstiegen über die Alm Kranjska dolina und die Alm Planina Javornik ins Herzen der Pokljuka Hochebene und endet in Goreljek am Šport Hotel.
Die tiefen Wälder der Hochebene Pokljuka werden in ihrem Herzen von Torfmooren bereichert. Diese sind eine einzigartige Schatzkammer an Torfmoosen und geheimnisvollen fleischfressenden Pflanzen, die in den sauren Böden der südlichsten Torfmoore Europas gedeihen.

 

Wegen ihrer Einzigartigkeit und unter Berücksichtigung der großen Bedeutung von Wasservorkommen, die in den Torfmooren verborgen sind, ist einem Besuch der meisten Torfmoore abzuraten.

 

Um das zugängliche Moorgebiet Goreljek ist ein kürzerer Lehrpfad angelegt, auf dem Sie so manch interessante Fakten über das Leben in dieser geheimnisvollen Welt erfahren können. Pokljuka ist unter anderem ein riesiger Wasserspeicher, der ins Radovna-Tal, zum Bleder Winkel und nach Bohinj fließt. Gönnen Sie sich ein Glas des Wasserreichtums der Pokljuka.

 

 Der Bergmolch (Mesotriton alpestris) gehört zu den Amphibien. Er ist an das Leben in kälteren Regionen angepasst. Im Nationalpark Triglav lebt er auf einer Meereshöhe zwischen 1100 und 1600 m. Oft ist er in Tümpeln, Wagenspuren und Pfützen auf Forstwegen zu entdecken.

Das Weibchen kann bis zu 12 cm groß werden, das Männchen ist ein bisschen kleiner. Der Bauch hat eine einheitliche orange-rote Färbung, wodurch er sich von anderen Molchen unterschiedet. Beim Bergmolch kommt es oft zu einer unvollkommenen Verwandlung, was bedeutet, dass die Tierchen zwar geschlechtsreif werden, jedoch einige Merkmale der Larven erhalten, wie beispielsweise die Kiemen. Solche Tierchen wurden im See Črno jezero und auf der Alm Planina pri Jezeru gefunden.

In der Paarungszeit haben die Männchen an den Flanken einen hellblauen glänzenden Streifen mit den typischen dunklen Punkten, auf dem Rücken wächst auch ein kleiner ununterbrochener Rückenkamm mit schwarzen Punkten.

 

27.05.2019
mittel Etappe 5
21 km
6:40 h
866 hm
91 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 6: GORELJEK - STARA FUŽINA

Die Etappe führt durch die Wälder und über die Almen von Pokljuka, dann bergab zu den Dörfern Gorjuše und Koprivnik und von dort nach Jereka im Oberen Bohinjer Tal. Dort gehen Sie durch die Dörfer Češnjica, Srednja vas und Studor nach Stara Fužina.
Der fruchtbare Boden, das Klima, die jahrhundertelange naturnahe Bewirtschaftung der Grasflächen, die Berücksichtigung von natürlichen Zyklen und die Abwesenheit von schwerer Mechanisierung trugen zur Entstehung der wunderschönen wildblühenden Wiesen bei, welche das Bild von Bohinj prägen.

 

Am schönsten sind sie Ende Mai, daher feiern die Einwohner von Bohinj da das Internationale Alpenblumenfestival. Trotz der Vielfalt und Anpassung an das raue Klima der Alpenwelt sind die blühenden Wiesen das robuste Schuhwerk der Wanderer nicht gewohnt.   Daher ist das Wandern außerhalb der markierten Wege nicht zu empfehlen. Achten Sie die Zartheit der Natur und die Privatsphäre der Einheimischen und Grundbesitzer.  

 

 Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) ist der größte Vertreter der Raufußhühner. Das Weibchen hat eine schützende bräunlichen Farbe, während der Auerhahn eine dunkle metallene Farbe hat. Sein Lebensraum sind Gebirgsmisch- und Nadelwälder. Wegen Hormonstörungen werden einige Auerhühner aggressiv und haben keine Angst vor Menschen.

 

Wissenschaftler konnten feststellen, dass dies auch mit einem stärkeren Eingriff des Menschen in ihren Lebensraum zu tun hat. Die Besonderheit des Auerhuhns ist das Balzverhalten des Männchens. Die Auerhähne versammeln sich im Frühjahr auf einer gemeinsamen Lichtung bzw. im „Habitat“, stellen sich an einer gut sichtbaren Stelle auf, breiten den Schwanz aus und singen den typischen Gesang, bestehend aus zwei Teilen, dem „Trillern“ und dem „Schleifen“.

 

Es ist bekannt, dass sie beim „Schleifen“ nicht auf ihre Umgebung reagieren. Dies ist ungewöhnlich, da der Auerhahn ansonsten ein sehr scheues Tier ist.

 

27.05.2019
mittel Etappe 6
22 km
4:40 h
313 hm
1038 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 7: STARA FUŽINA – BOHINJSKA BISTRICA

Die kürzere Etappe führt von Stara Fužina über Ribčev Laz am Bohinj See auf Schotterstraßen und Wegen über das aussichtsreiche Dobrava nach Bohinjska Bistrica, wo das Verwaltungszentrum von Bohinj ist.
 Der See von Bohinj ist das Herz von Bohinj. In den See fließen die Gewässer der umliegenden Berge. Auch die Wasseradern unterhalb des Triglav fließen durch die Seen von Triglav in den See von Bohinj und dann weiter in die Sava Bohinjka. Bei Hochwasser kann der Seespiegel um mehrere Meter ansteigen, in der Sommerhitze bietet er Besuchern eine angenehme Erfrischung.

 

Ihr Besuch des Sees und des Seeufers soll ein Erlebnis werden, an das Sie sich mit Freude erinnern werden. Befolgen Sie die Anweisungen für den Zugang zum See und die Vorschriften für Besucher. Das Campen und Biwakieren außerhalb der dafür vorgesehenen Stellen sind nicht erlaubt.

 

Foto: Mitja Sodja, Triglav National Park
 In Slowenien leben rund 400 bis 500 Braunbären (Ursus arctos). Die meisten von ihnen in den Wäldern um Kočevje. Im Gebiet des Nationalparks Triglav kommen sie vereinzelt auf der Hochebene Pokljuka, in den Unteren Bohinjer Bergen, im Trenta-Tal und in der Region um Tolmin vor.


Für Bären ist es charakteristisch, den Winter in ihrem Bau zu dösen. Die Körpertemperatur sinkt dann um 2 ˚C und auch der Stoffwechsel verlangsamt sich geringfügig. Wie lange der Bär Winterschlaf hält, ist von den Wetterbedingungen und vom Nahrungsmangel abhängig. In drei oder mehreren Monaten kann er zwischen 30 und 50 % seines Körpergewichts verlieren. Diesen Verlust muss er im Sommer und Herbst wieder ausgleichen.

Der Braunbär kann sehr schnell laufen (60 km/h), er kann schwimmen und sogar klettern.

Er ernährt sich von Waldfrüchten, unterirdischen und grünen Pflanzenteilen, Pilzen, Nagetieren und Aas. Da der Bär ein Raubtier ist, kann auch Vieh zu seiner Beute gehören. Der Braunbär benötigt einen großen, gut erhaltenen Lebensraum, auf den der Mensch einen möglichst geringen Einfluss hat.

 

27.05.2019
leicht Etappe 7
11,1 km
2:30 h
104 hm
152 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 8: BOHINJSKA BISTRICA - PODBRDO

Diese Etappe führt Sie von Bohinjska Bistrica nach Podbrdo über den alten Bergpass Vrh Bače, der schon lange bevor es überhaupt Straßen und die Eisenbahn gab, Bohinj mit Primorska verbunden hat.
 Die Berge von Bohinj und Tolmin (Peči) trennen zwei Wassereinzugsgebiete, aus denen die Flüsse ins Meer fließen. Der Fluss Soča mit seinen Nebenflüssen fließt südwärts in die Adria, der Fluss Sava ins Schwarze Meer.

 

Die wichtige Gebirgswasserscheide verhindert den milden mediterranen Einflüssen den Zugang zum kälteren alpenländischen bzw. kontinentalen Slowenien. Achten Sie auf die Unterschiede auf beiden Seiten des Kamms – auf die Geomorphologie, die Vegetation und die Architektur. Ein wachsames Auge kann die Vielfalt beider Welten erleben.

 

Der Gams (Rupicapra rupicapra) ist das typischste Tier der Alpenwelt. In den Sommermonaten hält er sich in offenen felsigen Gebieten oberhalb der Waldgrenze auf, im Winter auch in Wäldern. In eiskalten Wintern kommt er ins Tal hinunter. Im Sommer sind die Gämse morgens und abends aktiv, im Winter sind ihre Aktivitäten über den ganzen Tag verteilt.

Es sind gesellige Tiere, nur die alten Böcke sind Einzelgänger. Die natürlichen Feinde von erwachsenen Tieren sind der Wolf und der Luchs, während die Jungtiere auch von Steinadlern angegriffen werden. Viele Tiere verenden auch infolge von Sprüngen über Felswände, Lawinen und Krankheiten.
27.05.2019
schwer Etappe 8
13,7 km
8:00 h
770 hm
782 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 9: PODBRDO – GRAHOVO OB BAČI

Die Etappe führt durch sonnige und zauberhafte Dörfer hoch über Baška grapa, die den meisten Besuchern, die weiter unten im Tal auf der Straße oder mit dem Zug fahren, versteckt bleiben.
 Das Tal Baška grapa bietet ein typisch dynamisches Landschaftsbild, das die Folge der geologisch sehr vielfältigen Welt ist. In der geologischen Vergangenheit wurde das Tal durch die Erosionskraft des Flusses Bača und seiner Nebenflüsse sowie durch die Bewegung der großen Gletscher, die sich aus den Unteren Bohinjer Bergen (Bohinjsko - Tolminske gore) ins Tal bewegten, geprägt.

 

Das Wasser formte Tobel und kleine enge Täler, in denen steile und zerklüftete Hänge mit einem Durchschnittsgefälle von 35º vorherrschen. Dank des Wasserreichtums gibt es in der Region eine Vielzahl an kleineren Quellen, Schluchten, Trogschluchten, Wasserfällen und kleinen Wasserfällen. In den Felsen der engen Täler kann man an vielen Orten die Zottige Nabelmiere, eine zarte endemische Blume mit feinen weißen sternförmigen Blüten, bewundern.

 

Köcherfliegen (Trichoptera) sind Insekten. Die erwachsenen Fliegen gleichen Nachtfaltern mit zwei Paar behaarten Flügeln. Auf dem Kopf haben sie lange, fädige Fühler. Ihre Larven leben im Wasser in „Häuschen“, sog. Köchern, die sie aus Steinchen und anderen Materialien bauen.

 

Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für Fische, Wasservögel und andere Raubtiere. Den Köcher baut die Köcherfliege mit einer Drüse nahe dem Mund, die ein seidenartiges Sekret ausscheidet. Die Larve wickelt sich darin ein und beklebt ihn mit unterschiedlichen Materialien.

 

Die meisten Arten leben in der Nähe von Quellen und in Bächen. Seltener kommen sie in Standgewässern vor. Sie reagieren empfindlich auf die immer stärkere Verschmutzung von Wasserläufen und sind daher Indikatoren von sauberen Gewässern.

 

27.05.2019
schwer Etappe 9
17,1 km
6:30 h
1010 hm
1208 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 10: GRAHOVO OB BAČI - MOST NA SOČI

Die Etappe führt über und durch den unteren Teil von Baška grapa über den aussichtsreichen Senica in den Soča Tal und endet im vielfältigen historischen Most na Soči.
 In den entlegenen Winkeln zwischen Tolmin und dem Tal Baška grapa liegt der wunderschöne Wasserfall Sopota bzw. Soupat verborgen. Das Wasser fällt über einen Felsüberhang in drei Stufen mehr als 60 Meter tief in ein halbkreisförmiges Amphitheater.

 

Der hohe und schmale Wasserstrahl gleitet in den weitläufigen Kolken, der sich bei höheren Wassermengen mindestens um das Dreifache vergrößert, was man an der umliegenden Vegetation erkennen kann. Den Kolken umgeben pflanzenbedeckte und hohe Wände. Auf der angelegten Aussichtsplattform oberhalb des Kolkens kann man sich hinsetzen und wie in einem Kino die Aussicht auf den Wasserfall genießen.

 

Neben dem Kolken liegt eine Heilwasserquelle, die von den Einheimischen humorvoll Babja sitnost (Quengeligkeit der Frauen) benannt wurde. Das Wasser soll dank der zahlreichen enthaltenen Mineralien eine allgemeine wohltuende Wirkung auf den Körper haben. Füllen Sie sich eine Flasche oder zwei ab, um das belebende Wasser auf Ihrem weiteren Erkundungsweg auf dem Juliana Trail zu genießen.

 

 Die Wasseramsel (Cinclus cinclus) ist ein wenig größer als der Sperling. Sie hat kurze Flügel sowie hohe und kräftige Beine. Sie lebt an klaren Gebirgsflüssen mit Stromschnellen und Felsen.


Ihre Nahrung sucht sie unter Wasser. Mit dem Schnabel dreht sie Steine um, unter denen sie nach Larven von Wasserinsekten und nach anderen kleinen Tierchen sucht. Das Nest aus Moos baut sie in unmittelbarer Nähe zum Wasser in Felshöhlungen, zwischen Baumwurzeln, in Hohlräumen am Ufer und in Brückenkonstruktionen.

Die Wasseramsel ist der einzige Singvogel, der auch tauchen und schwimmen kann.

Am häufigsten kommt sie am Bach Savica sowie an den Flüssen Radovna und Soča vor. Die Wasseramsel wird durch Bach- und Flussregulierungen, Störungen in der Nistzeit und durch die Verschmutzung von Oberflächengewässern bedroht.

 

27.05.2019
mittel Etappe 10
16,2 km
4:30 h
748 hm
897 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 11: MOST NA SOČI – TOLMIN

Die Etappe zwischen Most na Soči und Tolmin ist ein kurzer und aussichtsreicher Spaziergang am smaragdgrünen Stausee am Soča. Die ganze Etappe von Most na Soči folgt einem schön eingerichteten Spazierweg, der Sie bis nach Tolmin bringt.
 Die Julischen Alpen sind eine Schatzkammer an geologischen Phänomenen. Vorherrschend sind Kalksteinformationen. Der Kalkstein ist ein Gestein, das in der geologischen Geschichte im Meer entstanden ist. Bestimmte Kalksteine sind gerade für diese Region typisch, daher wurden sie auch nach diesen Orten benannt. In der Nähe von Most na Soči liegt der Ort Volče. Die Kalksteine von Volče sind in dem Teil der Julischen Alpen häufig anzutreffen. Die Schichten sind weich und brüchig, lediglich 10 cm dick und stark gefaltet.

 

Wunderbar sichtbar und gut zugänglich sind die Schichten des Volče-Kalksteins beim Dorf Modrej, die sog. Kalksteinschichten. An der Regionalstraße Tolmin – Most na Soči, am Juliana Trail, nördlich des Dorfes Modrej, auf der anderen Straßenseite des Stausees am Fluss Soča, im engsten Teil, zugänglich durch die schützende Galerie Pod ključem, befinden sich am Steilhang die gefalteten Kalksteinschichten.

 

Sie gehören zu den interessanten geologischen Besonderheiten, die dem unachtsamen Auge entgehen, für das achtsame Auge jedoch Freude, Bewunderung und ein Erlebnis bedeuten. Die Vielfalt der geologischen Erscheinungen und Prozesse ist im Gebiet der Julischen Alpen extrem groß und sie ist auch die Grundlage für eine ebenso große Biodiversität in diesem Gebiet .

 

Die Soča-Forelle (Salmo marmoratus) ist ein Süßwasserfisch, der nur im Adria-Einzugsgebiet lebt. In Slowenien kommt sie in den Flüssen Soča samt Nebenflüssen, Reka und Rižana vor.


Die größte Soča-Forelle war 121 cm lang und wog 25 kg.

Die Merkmale der Soča-Forelle sind der große Kopf und das charakteristische Marmormuster auf grau-weißer Unterlage. Sie ist eine der am stärksten gefährdeten Arten. Sie wird durch die Verschmutzung von Gewässern, die Zerstörung der natürlichen Umgebung, vorwiegend jedoch durch die Kreuzung mit der Bachforelle bedroht, die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in ihren Lebensraum gelangte.

 

27.05.2019
leicht Etappe 11
4,6 km
1:10 h
108 hm
72 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 12: TOLMIN - KOBARID

Auch die Etappe aus Tolmin nach Kobarid ist gemütlich und verläuft entlang dem Tal. Sie gehen die ganze Zeit – als die Einwohner sagen – auf der sonnigen Seite von Soča, durch angenehme Dörfer bis zum historischen Kobarid.
Die Quelle Grofova voda entspringt im Tobel des Baches Sopotnica oberhalb des Dorfes Gabrje. Der Volksüberlieferung zufolge gehört das Wasser zu den Heilquellen. Radiästhetische Messungen haben ergeben, dass ihre Heilkraft zur Weltspitze gehört.

 

Das Wasser ist sauber, frisch, reich an Mineralstoffen und es hat eine positive energetische Wirkung auf den ganzen Körper. Das Wasser entspringt aus der Tiefe, fließt aus dem Felsen und versickert nie, auch nicht in den größten Dürreperioden. Es hat eine ständige Temperatur, einen ständigen Fluss und Geschmack sowie eine ständige Farbe. Das Trinken hat eine erfrischende, stärkende und wohltuende Wirkung auf das Allgemeinbefinden.

 

Unweit der Quelle Grofova voda steht ein dicker und vitaler Baum, eine Bergulme (Ulmus glabra), deren Stammdurchmesser 81 cm beträgt und die mit 39 m eine außergewöhnliche Höhe erreicht. Die Ulme ist doppelt so dick wie alle anderen Ulmen in der Umgebung, obwohl sie alle gleich alt sind. Das Quellwasser fließt unter der Ulme hervor und gibt dem Baum Energie. Er ist eine Art Beschützer der Quelle.

 

So wie das Quellwasser den Baum bereichert, können auch Sie sich ein Glas gönnen, sich erfrischen und Energie für den weiteren Weg auf dem Juliana Trail tanken.

 

 Der Alpensegler (Tachymarptis melba) ist ein Vogel der Gebirgswelt. Wegen der kleinen Füße kann er nur sehr schwer laufen. Da alle vier Krallen nach vorne gerichtet sind, kann er auf keinem geraden Gelände landen, sondern nur auf steilen Felswänden. Er nistet in Felsspalten von überhängenden Felswänden und Halbhöhlen. Im Herbst zieht er ins tropische Afrika und nach Indien, um dort zu überwintern. Er ernährt sich größtenteils von Insekten, die er im Blitzflug fängt.

 

27.05.2019
mittel Etappe 12
16,1 km
3:50 h
126 hm
79 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 13: KOBARID – BOVEC

Die Etappe verläuft durch die Klammer von Kobarid und Trnovo, immer entlang dem Soča, den ganzen Weg an seinem malerischen und wilden Strom.
 Die Soča gilt als einer der schönsten Flüsse in Europa. Er ist bekannt für seine außergewöhnliche Farbe und seine zahlreichen geomorphologischen Formen, die durch das Wasser entstanden sind. Die türkise blau-grüne Farbe verändert sich durch das Jahr hindurch. Im Frühjahr fließt der Fluss wegen der Schneeschmelze in milchig blauer Farbe, nach größeren Niederschlägen hat er eine trübe, braune Farbe, da seine Nebenflüsse größtenteils Wildbäche sind.

 

Die Soča ist für die endemische Soča-Forelle (Salmo trutta marmoratus) bekannt. An mehreren Orten sind Ein- und Austrittsstellen angelegt. Der Besuch des Flussufers ist ein Erlebnis, das jedoch einen sorgsamen, nicht störenden Besucher fordert, der nichts in diesen Lebensraum mitbringt und auch nichts mitnimmt. Nichts, was nicht in seinem Gedächtnis oder auf seiner Speicherkarte gespeichert ist.

 

Der Steinadler (Aquila chrysaetos) lebte einst auch in den Niederungswäldern. Wegen der Verfolgung durch den Menschen zog er sich in höherliegende und unzugängliche Regionen zurück, wo er noch heute lebt.


Er ist ein Raubtier, das auch größere Tiere, wie Hasen, Birkhühner, Murmeltiere, Füchse und Gamsjungen, angreift. Die Beute übersteigt manchmal sein eigenes Körpergewicht, daher bedarf es großer Anstrengung, die Beute fortzutragen.

Der Steinadler ist der größte Vogel in Slowenien. Die Spannweite seiner Flügel misst 2 m.

Er baut sein Nest auf unzugänglichen und verborgenen Felsvorsprüngen, in Felsspalten und manchmal auch auf Bäumen. Das Weibchen legt 2 Eier. Nach 40 Tagen schlüpfen die Jungen, von denen nur ein Viertel das Erwachsenenalter erreicht.

 

27.05.2019
leicht Etappe 13
20,4 km
6:00 h
412 hm
198 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 14: BOVEC – LOG POD MANGRTOM

Die malerische Etappe führt Sie vorbei an den Gedächtnisstätten des ersten Weltkriegs bis zum Log pod Mangartom, einem der Schönsten Dörfer am Weg um Julische Alpen.
 Die Koritnica ist ein lebhafter Alpenfluss, der mit seinen Nebenflüssen das Wasser aus dem Gebiet von vier Tälern auffängt, und zwar den Nebenflüssen Loška Koritnica, Predelica, Možnica und Bavšica. Die hohe Meereshöhe zwischen den Gipfeln und den Tälern gibt dem Wasser bei stärkeren Niederschlägen eine extreme Erosionskraft. Bei der Festung Kluže höhlt die Wasserkraft schon seit der Urzeit die tiefsten Trogschluchten in Slowenien aus, die mehr als 70 m tief sind. Auf dem Juliana Trail zwischen Log pod Mangrtom und Bovec öffnet sich mehrmals ein wunderschöner Ausblick auf die enge Schlucht bei Kluže.

 

Der altertümliche, strategisch wichtige Übergang Kluže verdankt sein Bestehen dem hartnäckigen und ausdauernden Fluss Koritnica, der schon seit mehreren Millionen Jahren das alte Gestein der Julischen Alpen stetig aushöhlt, schleift und abträgt. Im Bereich des Nationalparks Triglav werden auf dem Fluss Koritnica keine Freizeit- und Sportaktivitäten angeboten. Im Bereich der Festung Kluže ist der Fluss als Naturwert erhalten. Das atemberaubende Werk der Natur kann man vom Flussufer aus bewundern. Seien Sie ein sorgsamer und verantwortungsvoller Besucher, der nach einem Besuch nur seine Fußstapfen hinterlässt. Von der Festung Kluže flussabwärts ist der Fluss Koritnica ein beliebter Ort für kleiner Raftings sowie Kajak- und Kanufahrten. Das Angeln verläuft nach dem Prinzip Fangen und Freilassen.

 

Das Alpenschneehuhn (Lagopus muta) ist ein kleiner Vogel aus der Ordnung der Hühnervögel. Es bewohnt die Wiesenhänge mit Steinen und kleineren Büschen oberhalb der Waldgrenze. Im Winter ist sein Gefieder weiß, im Sommer graubraun. Auch die Beine sind bis zu den Krallen mit weißem Fiederkleid bedeckt. Das Männchen unterscheidet sich im Winter vom Weibchen durch einen dunklen Streifen, der vom Schnabel über beide Augen verläuft. Beide haben über den Augen eine rote Hautwulst, eine Art Blume.


Im Frühjahr wechseln die Weibchen ihr Winterkleid schneller als die Männchen. Wenn das Weibchen auf den Eiern brütet, ist es so sicher getarnt, während das Männchen mit seiner auffallenden weißen Farbe alle Raubtiere vom Nest verscheucht. Die Nistzeit ist Mitte Juni. Die Henne legt zwischen 6 und 15 Eier, auf denen sie ungefähr 24 Tage brütet. Das Alpenschneehuhn ernährt sich mit Samen, Waldfrüchten, Trieben, Knospen, Blättern und im Sommer auch mit Insekten und anderen Kleintieren.

 

27.05.2019
mittel Etappe 14
11,3 km
3:10 h
340 hm
151 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 15: LOG POD MANGARTOM - TRBIŽ (ITALIEN)

Der größte Aufstieg auf der Primorska-Seite von Juliana – aus Log pod Mangartom steigen Sie um ca. 600 Höhenmeter auf den Sattel Predel und steigen auf der italienischen Seite ab.
Die Gebirgslandschaft der Julischen Alpen ist ein offenes Buch der geologischen Geschichte, deren Entwicklung mehr als 200 Millionen Jahre andauerte. Das Meer lagerte Schicht für Schicht die Kalksteinsegmente ab und schuf so über tausend Meter hohe Wände der höchsten Gipfel der Julischen Alpen. Die Vielfalt und das Alter der Meeresumgebungen, in denen das Gestein entstanden ist, zeigt sich auch in den zahlreichen, wunderschön erhaltenen fossilen Überresten.

 

Nur selten kann der achtsame Besucher in den Bergen des Nationalparks am Meeresgrund, voller Muscheln, Schnecken, Seeigel und Korallen, wandern. Mangrt und die Felswand von Log zeigen die mächtige geologische Geschichte auf. Obwohl uns die Gebirgsketten mächtig und unverändert erscheinen, sind sie im geologischen Zeitalter nur eine kurze Episode.

 

Ungeachtet der Kraft der inneren Kräfte gewinnt immer die Erosion. Niederschlagswasser in Form von Regen, Schnee und Eis formen die Kalksteinoberfläche und die unterirdische Welt der Julischen Alpen in starkem Maße.

 

 Der Alpensalamander (Salamandra atra) lebt die meiste Zeit in Verstecken in Felsspalten, Rissen und Löchern sowie unter morschem Holz. Er verlässt sein Versteck nur am frühen Morgen oder in der Nacht, wenn die Luftfeuchtigkeit am höchsten ist.

 

Nach dem Regen zeigt er sich auch tagsüber, während er hohe Temperaturen und Wind meidet. Der Alpensalamander hat auf dem Kopf und an den Flanken auf beiden Seiten des Körpers Giftdrüsen, die Raubtiere verscheuchen.   Er lebt in Mischwäldern, oberhalb der Waldgrenze auch im Grasland und auf steinernen Weiden. An das Leben in höheren Regionen und in der trockenen Karstwelt ist er sehr gut angepasst.

 

Da er vollkommen schwarz ist, kann er sich in der kalten Bergwelt in der Sonne schneller erwärmen. Zur Verbreitung braucht er kein Wasser wie andere Lurche. Er gebärt lebende Jungen, die den erwachsenen Tieren gleichen und auf dem Land lebensfähig sind. Dieses Phänomen heißt Lebendgeburt.

 

27.05.2019
schwer Etappe 15
17,7 km
4:15 h
664 hm
557 hm
von Marko Lenarcic,   Julische Alpen

ETTAPE 16: TRBIŽ (ITALIEN) - KRANJSKA GORA

Die Etappe verläuft aus der Bergwerk-Stadt Cave del Predil über die Aufschüttungen und auf der Straße nach Travisio. Vor der Stadt biegt er über die Dörfer Rute auf den Wegen in Richtung des Grenzübergangs Rateče und weiter nach Kranjska Gora.
 Zelenci mit Umgebung wurde 1992 durch eine Verordnung der Gemeinde Jesenice als Naturreservat erklärt. Der Park ist Heimat von vielen interessanten Pflanzenarten, darunter auch des fleischfressenden Sonnentaus. Die Tierwelt ist reich an Amphibien und Nistvögeln.

 

Im äußersten Westen des Sumpfgebiets liegt der smaragdgrüne See. Die poröse Seekreide, die auf dem Grund liegt, lässt stetig Grundwasser in Form von kleinen „Vulkanen“ durch, was ein einzigartiges Beispiel in Slowenien ist. Das Wasser mit seinen zahlreichen extrem klaren und kalten Quellen hat eine ständige Temperatur von rund 6 Grad Celsius. Über einen besonderen Holzsteg können Sie gefahrlos für die Natur bis zum See und durch die sumpfige Umgebung schlendern.

 

 Der Sperlingskauz (Glaucidium passerinum) ist eine kleine Eule, die zwischen 15 und 20 cm groß wird. Sie lebt in den Gebirgsnadelwäldern. Sie nistet in Baumhöhlen und ernährt sich mit kleinen Säugetieren und Vögeln.


Der Ruf des Sperlingskauzes bewirkt bei den Singvögeln einen wahren Aufruhr, da diese schnell zur Beute des Sperlingskauzes werden können.

Im Gegensatz zu anderen Eulenarten ist der Sperlingskauz am frühen Abend und am Morgen aktiv, nur in der Brutzeit auch tagsüber. Er ruht bei Nacht, nur ausnahmsweise kann man seinen Ruf in klaren Sternennächten mit Mondlicht hören. Bei Erregung wippt er mit dem Stoß (Schwanz).

 

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