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Schneeschuh empfohlene Tour

Plöckenstein von Oberschwarzenberg via Zollhütte

· 1 Bewertung · Schneeschuh · Böhmerwald
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ÖAV Sektion Freistadt Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Beginn der Forststraße beim Parkplatz Oberschwarzenberg
    Beginn der Forststraße beim Parkplatz Oberschwarzenberg
    Foto: Peter Mayr, ÖAV Sektion Freistadt
m 1600 1500 1400 1300 1200 1100 1000 900 800 12 10 8 6 4 2 km Parkplatz Oberschwarzenberg Parkplatz Oberschwarzenberg Plöckenstein 1379 m (Winter) SOS Zwieselhütte beim Plöckenstein Zollhütte ~1005m 1109m
Die mittelschwere Schneeschuhwanderung führt zunächst auf Forststraßen durch den Böhmerwald. Nach einem etwas steileren Anstieg belohnt einen die grandiose Aussicht vom Plöckenstein.
mittel
Strecke 13,4 km
5:20 h
730 hm
730 hm
1.379 hm
928 hm

Diese Runde vereint alles, was den besonderen Reiz des Böhmerwalds ausmacht. Zunächst geht es auf Forststraßen mit angenehmer Steigung durch dichte Fichtenwälder. Ein kurzer Abstecher führt zur sagenumwobenen Teufelsschüssel, einer interessanten Felsformation.

Eine ehemalige Zollhütte erinnert daran, dass hier einmal der "Eiserne Vorhang" war, eine der bestbewachten Grenzen Europas. Genau entlang dieser Grenze führt dann ein teilweise steilerer Weg hinauf zum Plöckenstein, dem höchsten Berg des Mühlviertels. An die Stelle der dichten Fichtenwälder treten Jungwald, Baumruinen und freie Flächen. Bei passendem Wetter hat man damit einen weiten Ausblick in alle Richtungen.

Ein Stück folgt der Fußweg noch dem aussichtsreichen Grenzkamm bis zum Dreiländermark, wo Österreich, Tschechien und Bayern zusammentreffen. Von dort geht es immer bergab zum Ausgangspunkt zurück.

Autorentipp

Die Runde verläuft zur Gänze in Österreich bzw. entlang der Staatsgrenze. Die bezeichneten Wege nicht verlassen (Naturschutz- bzw. Wiederaufforstungsflächen!).
Profilbild von Peter Mayr
Autor
Peter Mayr
Aktualisierung: 10.01.2022
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Plöckenstein, 1.379 m
Tiefster Punkt
Parkplatz, 928 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Wegearten

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Sicherheitshinweise

Durch die exponierte Lage gibt es in diesem Bereich des Böhmerwalds häufig Nebel und Raureifbildung. Dichterer Nebel kann die Orientierung speziell im Bereich des Grenzkamms stark erschweren. Bei Raureif oder größeren Schneelasten auf den Bäumen und stärkerem Wind können auch größere Äste abbrechen oder Bäume umstürzen.

An der Strecke gibt es keine Einkehrmöglichkeit.

Start

Parkplatz am Ende der öffentlichen Straße bei Oberschwarzenberg (928 m)
Koordinaten:
DD
48.756739, 13.827555
GMS
48°45'24.3"N 13°49'39.2"E
UTM
33U 413828 5401077
w3w 
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Ziel

Parkplatz am Ende der öffentlichen Straße bei Oberschwarzenberg

Wegbeschreibung

Wir folgen der Forststraße vom Parkplatz bergauf nach Nordosten. Nach ca. 150 m zweigt eine Forststraße rechts (nach Südosten) ab. Wir nehmen diese Forststraße und folgen der Beschilderung zur Teufelsschüssel bzw. der Radroute 804. Diese Forststraße ist auch als Schiroute beschildert und damit meistens von Schneeschuh-, Schitourengehern und ev. auch Wanderern gut gespurt.

Wir bleiben immer auf der Forststraße mit der Beschilderung der Radroute 804. Dabei ignorieren wir auch einen Fußweg, der links bergauf zur Teufelsschüssel abzweigt. Ca. 2 km nach dem Start biegt nach links bergab ein beschilderter Fußweg zur Teufelsschüssel ab. Der kurze Abstecher (ca. 300 m je Richtung) zu der markanten Felsformation ist durchaus lohnend. Der Sage nach trafen sich zu Vollmond hier Teufel und Hexen. Bei geeigneten Bedingungen kann man die Felsen auch bis zum darauf thronenden Kreuz erklimmen.

Zurück auf der Forststraße folgen wir weiter der Beschilderung Radroute 804. Die Straße wendet sich nach Osten, der Wald wird lichter und gibt Blicke in Richtung Plöckenstein frei. Nach links zweigt eine beschilderte Schiroute ab, wir wandern aber auf der Forststraße geradeaus weiter. Auf einem breiten Sattel zwischen Plöckenstein und Zwiesel befindet sich die Zwieselhütte, ein kleiner Unterstand. Nach links könnte man entlang eines Fußwegs direkt zum Plöckenstein wandern. Wir folgen jedoch weiter der Forststraße bzw. der Radroute 804. Sie führt nun durch meist lockeren Wald stetig leicht bergab. Dieser Abschnitt ist deutlich weniger begangen (und verspurt) als bis zur Zwieselhütte.

An der Forststraßenkreuzung ca. 2 km nach der Zwieselhütte folgen wir weiter der Radroute 804 nach links. Die Straße steigt nun wieder leicht an und bald ist die Zollhütte erreicht. Sie liegt direkt an der österreichisch-tschechischen Grenze, was auch an den Wegweisern in tschechischer Sprache erkennbar ist. Wir verlassen jetzt die beschilderte Radroute 804 und nehmen den Fußweg, der unmittelbar nördlich der Zollhütte durch eine schmale Waldschneise ("Grenzschneise") direkt der Grenze entlang nach links (Nordwesten) abzweigt.

Der Weg geht zunächst nur leicht bergauf, führt dann an einem Moor entlang über Holzstege und wird schließlich etwas steiler und anspruchsvoller. Er folgt exakt dem Grenzverlauf von Grenzstein zu Grenzstein und immer wieder sind kurze steilere und felsigere Wegstücke zu überwinden. Mit zunehmender Höhe lichtet sich der Wald, an die Stelle der hohen Bäume treten Jungwald und Baumruinen. Borkenkäfer und Stürme haben hier den Wald seit den 1990er Jahren zerstört. Teilweise stehen die Überreste der abgestorbenen Bäume noch heute und bilden eine bizarre Kulisse. Der Blick wird frei zum tschechischen Moldaustausee und den Nachbargipfeln des Böhmerwalds.

Noch einmal ist eine steilere Passage mit groben Steinbrocken zu überwinden. Wenn nicht sehr viel Schnee liegt und noch keine Spuren vorhanden sind ist es eine gewisse Herausforderung, hier den besten Weg zu finden. Doch dann wird das Gelände flacher. Man trifft auf den Fußweg, der direkt von der Zwieselhütte heraufkommt. Dann sieht man schon das Gipfelkreuz des Plöckensteins auf einem typischen Mühlviertler Granitfelsen.

Es zahlt sich aus, hier eine kleine Rast einzulegen und das 360 Grad-Panorama zu genießen - sofern es der oft schneidige Wind zulässt. Bei guter Sicht reicht der Blick weit hinein nach Bayern und Tschechien, über das Mühlviertel und eventuell bis zu den fernen Alpengipfeln im Süden.

Der weitere Weg ist wieder mehr begangen. Er führt am Grenzkamm entlang nach Westen noch über eine kleine Kuppe und dann bergab zum Dreieckmark. Hier grenzen Österreich, Tschechien und Bayern aneinander. Wir wählen wir nun den beschilderten Fußweg, der direkt nach Süden der bayerischen Grenze entlang bergab führt. An einer Wegkreuzung ca. 1 km nach dem Dreieckmark (Höhenpunkt 1153 m) folgen wir dem Nordwaldkammweg bzw. der Beschilderung zum Parkplatz Oberschwarzenberg weiter bergab. Der Fußweg wird später zu einem Forstweg und bald erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.

 

 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Aus Oberösterreich über Rohrbach - Aigen (B 127). Weiter L 589 nach Ulrichsberg - Schwarzenberg am Böhmerwald. Kurz nach Schwarzenberg rechts abzweigen auf L 1561 nach Oberschwarzenberg. Durch den Ort durchfahren und weiter bis zum Parkplatz am Ende der öffentlichen Straße.

Von Bayern über Wegscheid - Ulrichsberg und weiter wie oben beschrieben oder über einen der kleineren Grenzübergänge nach Schwarzenberg am Böhmerwald.

Parken

Parkplatz am Ende der öffentlichen Straße. Speziell an Wochenenden mit schönem Wetter kann der Parkplatz knapp werden. Weitere Parkmöglichkeiten zwischen der Ortschaft Schwarzenberg und dem Parkplatz (Achtung: Halte- und Parkverbote beachten!).

Koordinaten

DD
48.756739, 13.827555
GMS
48°45'24.3"N 13°49'39.2"E
UTM
33U 413828 5401077
w3w 
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Je nach Schneelage Schneeschuhe oder nur feste Wanderschuhe, Teleskopstöcke mit großen Tellern, Tages-Wanderrucksack mit Regenhülle, ggf. Gamaschen, warme und strapazierfähige Kleidung im Mehrschicht-Prinzip, Skijacke und -hose, Mütze/Stirnband, Handschuhe, ggf. Skibrille, Sonnenschutz, Proviant und Thermosflasche mit Heißgetränk, Erste-Hilfe-Set, Handy, ggf. Stirnlampe, Kartenmaterial, Biwaksack und Rettungsdecke

Fragen & Antworten

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Bewertungen

5,0
(1)
Hermann Holzinger 
Traumhaft schöne Schneeschuhwanderung - von der Zollhütte hinauf zum Plöckenstein anstrengend - aber die Mühe lohnt sich - empfehle diese Tour gerne weiter. Top beschrieben und auch die Trackführung ist genau gemacht.
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Gemacht am 19.01.2022
Foto: Hermann Holzinger, ÖAV Sektion Linz

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
13,4 km
Dauer
5:20 h
Aufstieg
730 hm
Abstieg
730 hm
Höchster Punkt
1.379 hm
Tiefster Punkt
928 hm
Rundtour aussichtsreich kulturell / historisch Gipfel-Tour geologische Highlights Forstwege botanische Highlights Wald

Statistik

  • Inhalte
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Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
  • 5 Wegpunkte
  • 5 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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