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Wanderung

Soška pot/Sočaweg

Wanderung · Slowenisch-Istrien
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  • Socaquelle
    / Socaquelle
    Foto: Evamaria Wecker
  • / Trenta/Na Logu
    Foto: Evamaria Wecker
  • / Kugydenkmal
    Foto: Evamaria Wecker
  • / Gehöft Plajer
    Foto: Evamaria Wecker
  • / Köstliche Forelle
    Foto: Evamaria Wecker
m 1200 1000 800 600 400 200 25 20 15 10 5 km
Eine Symphonie aus Wasser in Aquamarinblau und Smaragdgrün Einer der schönsten Alpenflüsse ist die kristallklare Soča, die ab der italienischen Grenze als Isonzo der Adria zustrebt und deren Oberlauf bis heute unverbaut geblieben ist. Hier lebt eine eigene Forellenart, die Sočaforelle, die nach dem Ersten Weltkrieg fast ausgestorben war, sich zwischenzeitlich aber wieder vermehrt. Weltweit bekannt ist die Soča bei Paddlern und Kajakfahrern, die vor allem im Frühjahr dem schönen Fluss ihre Reverenz erweisen. Aber auch bei Wanderern erfreut sie sich großer Beliebtheit: Auf dem Sočaweg bzw. Soška pot lassen sich alle Facetten dieses Juwels der Julischen Alpen erleben, von der Quelle über die drei Schluchten bis ins breite Schwemmland. Der gesamte Weg ist eine lange Tagestour, man kann aber auch einzelne Teiletappen auswählen. Es befinden sich bei fast jeder Sočabrücke Parkmöglichkeiten und durch das ganze Sočatal fährt in den Sommermonaten mehrmals täglich ein Bus. Während der Hauptsaison sind die Wege zur Quelle, durch die Velika Korita und die Zmuklica stark frequentiert.
leicht
27,1 km
7:45 h
856 hm
430 hm
Die junge Soča und ihre Quelle Der Sočaweg beginnt an der Koča pri izviru Soče, 886 m. Zuerst gehen wir jedoch auf einem breit ausgetretenen Schotterweg zur Izvir (= Quelle) Soče hinauf, einer sog. Siphonquelle: Unterirdisch steigt das Wasser in einer kleinen Karsthöhle an die spiegelglatte Oberfläche – einem tiefblauen Auge gleich erblickt die Soča das Licht der Welt, um sich gleich darauf als munter schäumender Fluss in die Tiefe zu stürzen. Die letzten Meter verlaufen auf einem ausgesetzten Felsband (Drahtseil) und über drei Klammern an senkrechter Felswand hinunter zur Quelle, 960 m. Zurück an der Hütte gehen wir auf der Straße Richtung Vršičpass bis zu einem Wegweiser, wo wir zwei Möglichkeiten haben: 1) Geradeaus weiter und auf der Passstraße in ca. 30 Min. zum Kugydenkmal, wo wir einen herrlichen Blick zum Jalovec haben, und weiter auf direktem Weg hinunter zur Soča, über eine Hängebrücke und hinauf zur Straße nach Trenta. Oder 2) beim Wegweiser rechts abzweigen und hoch über der Soča durch lichten Wald bergab zur Straße nach Trenta, wo wir uns mit dem Weg vom Kugydenkmal vereinen. Kurz darauf setzt sich der Sočaweg rechts der Straße fort zur Abzweigung Alpinum Julijana, 735 m. Es wurde auf Anregung von Julius Kugy angelegt, enthält ca. 600 verschiedene Alpenpflanzen und kann mit einem kleinen Abstecher besichtigt werden. Der Sočaweg entfernt sich nun kurzzeitig vom Fluss und steigt etwas an. Sobald wir wieder am Fluss sind, lockt die nächste Hängebrücke mit einem Abstecher nach Trenta/Na Logu, 640 m, um das interessante Informationszentrum des Triglav-Nationalparks (TNP; großer Parkplatz) zu besichtigen. Im weiteren Verlauf des Sočawegs fesselt uns ein Aussichtspunkt mit herrlichem Blick zum Triglav, dann wechseln wir über eine Straßenbrücke (4; Parkmöglichkeit), 600 m, ans andere Sočaufer. Wir wandern an einem Rastplatz vorbei, über Wiesen und durch Wald und entlang der ruhig dahinströmenden Soča bis zu einem Haus. Das Privatgelände zwingt uns zu einem kurzen Umweg nach links über den verlassenen Bauernhof Plajer, riesige Felsblöcke eines Bergsturzes aus dem Jahr 1993 zeigen uns, wie knapp die Katastrophe das Bauernhaus verschont hat. Wieder zurück am Sočaweg wandern wir durch lichten Wald und über Wiesen, dann quert der Weg seilversichert einen felsigen Abbruch. Zweimal überqueren wir auf einer Hängebrücke die Soča, nach der zweiten Hängebrücke, 520 m, folgt ein sehr romantischer Wegabschnitt mit moosbewachsenen Bäumen und schönen Rastplätzen direkt am Fluss. Ein Aufstieg von 70 Hm führt uns an faszinierenden Felsenüberhängen vorbei, bevor wir – wieder am Fluss angekommen – das Eko-Camp (Parkmöglichkeit) und die Straße nach Vrsnik erreichen, rechts führt eine Brücke zur Hauptstraße. Die Schluchten der Soča Nur wenige Meter breit ist die Mala Korita (Kleine Schlucht), 500 m, in der sich der Fluss zwischen bizarren Felsen und malerischen Kolken hindurchzwängt. Nach der Schlucht verbreitert sich die Soča und strömt so ruhig dahin, als wollte sie Kräfte sammeln für das nächste Abenteuer, die Velika Korita. Wir setzen unseren Weg am linken Sočaufer fort, passieren die Brücke nach Soča (Gostišče Andrejc, sehr gute Forellen!) und eine weitere kurz vor der Velika Korita; beide Brücken bieten schöne Tiefblicke auf den Fluss. Wir erreichen den Beginn der Velika Korita (Große Schlucht), dort führt ein Pfad nach rechts zu einem schönen Aussichtspunkt über der Schlucht. Auf einer Länge von 750 Metern hat sich die Soča bis zu 15 Meter tief durch die senkrechten, teils überhängenden Felswände gegraben und sich ein enges Bett geschaffen. Wir wandern hoch über der Schlucht bis zu ihrem Ende am Eingang ins Lepenatal. Durch die letzten malerischen Kolke, unter der Brücke ins Lepenatal (7; Parkmöglichkeiten), 450 m, hindurch zwängt der Fluss sein Wasser in ein breites Bett mit schönen Kiesbänken. Wir gehen durch den Campingplatz, über die Lepenabrücke und durch blumenreiche Wiesen zur nächsten Hängebrücke, über die wir zur Hauptstraße wechseln (Parkmöglichkeit). Nun folgen etwa 2 km Wanderung auf oder knapp unterhalb der Straße bis zum Ende des Nationalparks (Parkmöglichkeit). Hier beginnt die Zmuklica, die dritte große Sočaschlucht: 150 Meter lang und an manchen Stellen weniger als 2 Meter breit, bietet uns die Zmuklica nochmals spannende Einblicke in die Kraft des Wassers. Zunächst wechseln wir über die Zmuklicabrücke, 400 m, wieder ans linke Ufer und wandern auf einem Makadamweg flussabwärts, bis ein Weg rechts zum Wasser hinunterführt. Über die Brücke kann man am jenseitigen Ufer zur Straße hinaufsteigen, wir bleiben jedoch am linken Sočaufer und wandern weiter bis zu einer Wegteilung. Hier gehen wir rechts zur Brücke von Brijeka, die auf einem Felsen verankert ist, und wechseln ans rechte Ufer. Die nächste Hängebrücke ist die längste am Sočaweg, sie führt hinüber in den kleinen Ort Jablenca. Wir bleiben jedoch rechts der Soča und wandern durch den Wald zum letzten Höhepunkt unseres Weges: der Mündung der Koritnica in die Soča. Hier endet der Sočaweg, wer nach Bovec zur Bushaltestelle will, geht hinauf zu den Campingplätzen von Vodenca (9; Parkplatz), 400 m, dann auf der Teerstraße, später auf einem Makadamweg über die Schwemmlandebene nach Bovec.
Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Höchster Punkt
991 m
Tiefster Punkt
394 m

Sicherheitshinweise

Überwiegend leichte Bergwege, etwas schwieriger ist der steile Aufstieg zu den Felsenüberhängen beim Eko-Camp, der bei Nässe unangenehm schmierig ist. Der Weg zur Quelle ist steil, auf den letzten Metern ausgesetzt und mit Drahtseil gesichert, für kleinere Kinder evtl. Seilsicherung, mittelschwer, »rot«.

Start

Von Trenta nach Norden Richtung Vršičpass, nach der Brücke über die Soča in der Kehre links abzweigen zur Koča pri izviru Soče, 886 m, großer Parkplatz. (900 m)
Koordinaten:
DG
46.409440, 13.725374
GMS
46°24'34.0"N 13°43'31.3"E
UTM
33T 402033 5140330
w3w 
///empfindlichen.filmauftritte.vermutet

Ziel

Bovec, 460 m.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Koordinaten

DG
46.409440, 13.725374
GMS
46°24'34.0"N 13°43'31.3"E
UTM
33T 402033 5140330
w3w 
///empfindlichen.filmauftritte.vermutet
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

PZS 1:50.000 Triglavski Narodni Park; f&b WK 141.

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
27,1 km
Dauer
7:45h
Aufstieg
856 hm
Abstieg
430 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Einkehrmöglichkeit

Statistik

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